The moon,
in silver trees,
falls down in tears,
light of the night.
-Black Sabbath-
Anja Schwörers grossformatige Leinwände öffnen
einen dunklen
Bildkosmos. Farbräume glimmen auf und setzen sich kaleidoskopartig
explodierend zu immer neuen Formationen zusammen. Geometrische Formen
fluchten in die Ferne und erzeugen, gepaart mit lodernder Batik, eine
atmosphärische Tiefe.
Mit verschiedenen Techniken wird das Bilduniversum in kontrollierte
Bahnen gelenkt. Durch Bleichen und Staining, dem Tränken der
ungrundierten Leinwandmit verdünnter Acrylfarbe, wie man es aus der
Post-Painterly Abstraction der 60er Jahre kennt, wird die künstlerische
Handschrift vermieden und der Eigendynamik der Farbe freien Lauf
gelassen. Hardedge-Elemente bilden eine zweite Bildebene,
die der Farborgie eine Fassung geben. Schwörer bewegt sich als
feinsinnige Grenzgängerin im Spannungsfeld zwischen Op Art und Metal,
zwischen Licht und Finsternis.
Nicole Bianchet und Conni Brintzinger
Anja Schwörers Arbeiten waren dieses Jahr u.a. auf der
Frieze in
London und bei Andersen_s in Kopenhagen zu sehen.
